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Spirituelle Reflexionen: 28th October 2006
 

 

Christen: Sadisten? Masochisten?

 

 

Pater Cheriyan Menacherry CMI

 

 

Es war ein Sprint. Da war ein weltberühmter Athlet ein sicherer Favorit zum Gold. Das Rennen hat begonnen. Die Bahn brennt. Nur noch 100 Meter. Wie erwartet war der Favorit sehr weit vorne, als würde er den Weltrekord brechen. Genau an dem Punkt hatte er einen schweren Muskelkater. Er war in der Bahn hingefallen. Sein Traum für Gold wurde nicht erfüllt. Eine große, eine bittere Enttäuschung. Der Favorit konnte seine Niederlage nicht glauben. Aber mit großer psychischer Qual stand er plötzlich auf der Bahn. Mit unheimlichen Schmerzen vom Krampf in seinem Bein, doch mit großem Sportlergeist begann er auf der Bahn zur Ziellinie zu hinken. Jedes Hinken wurde von der Menschenmenge im Stadion beklatscht. Als er mit letzter Kraft, in die Ziellinie kam, war er natürlich der letzte. Das ganze Stadion dröhnte vom Applaus. Ja, durch Leiden zum Ruhm!

Ein Christlicher Satz hat zwei unvermeidliche Elemente: Kreuz oder Leiden, Erfolg oder Auferstehung. Der volle christliche Satz ist nicht Traurigkeit oder Kreuz allein, aber durch Traurigkeit und Leiden kommt die Freude des Erfolges.

Als Petrus einmal hörte, dass sein Meister Jesus Christus viel leiden und getötet werden muß, war er sehr traurig. Petrus wünschte, dass sein Meister nicht leiden und sterben muss (cf. Mt. 16:22; Mk. 8:32). Warum war Petrus traurig? Wie ein unaufmerksamer, abwesender Schüler, hat Petrus den vollen Satz von seinem Meister nicht gehört. Der Satz seines Meisters war nicht mit Leiden und Tod vollständig. Sondern durch Leiden und Tod, wurden Erfolg und Auferstehung ereicht: Jesus sagte seinen Jüngern: "Der Menschensohn müsse vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er werde getötet . . . " (Mk. 8:31). Sein Satz war aber noch nicht vollständig. Er sagte weiter was Petrus nicht gehört oder nicht verstanden hat: ". . . aber nach drei Tagen werde er auferstehen."(Mk. 8:31).

Wie Petrus damals, sind die Leute über Leiden und Tod traurig, weil sie den vollen Christlichen Satz nicht verstanden haben. Christentum ist keine sadistische, masochistische Religion, die sich über Leiden freut. Christliches Prinzip heißt: durch Leiden zum Erfolg, durch den Tod zur Auferstehung.

Eine junge Frau bereitet sich auf eine wichtige Prüfung vor. Ihre ganze Konzentration gilt ihrem Studium. Ihr Freund ist sehr traurig, weil er das Oktoberfest in München nicht mit ihr genießen kann. Er wollte im Fernsehen, z.B. die Olympischen Spiele mit ihr verfolgen. Aber er saß alleine vor dem Fernseher, denn seine Freundin war auf ihre Studien konzentriert. Er wollte mit ihr zur Disco gehen, aber sie war mit ihren Büchern bis spät in der Nacht beschäftigt.

Die junge Frau merkte, dass ihr Freund wegen ihrer Prüfung sehr traurig ist. Einmal sagte sie: "Ich weiß, dass du sehr traurig bist, weil wir irgend etwas nicht zusammen unternehmen können wegen meiner Prüfung. Wir können nicht zum Oktoberfest gehen, wir können nicht zur Disko gehen, wir können Fernsehen nicht zusammen schauen. Es ist eine sehr schwere Zeit für uns. Aber eines hast du vergessen: Wenn ich jetzt Tag und Nacht hart studiere und opfere viele andere Dinge, dann kommt ein Tag der großen Freude. Ich kann meine Prüfung mit einer guten Note bestehen. Ich bekomme eine bessere Position als meine jetzige Arbeit. Dann kann ich mehr für unser glückliches Leben verdienen.

Das Olympische Motto heißt: "citius, altius, fortius " (schneller, höher, stärker). Aber durch schwere Arbeit, Leiden und Opfer! "Jeder Wettkämpfer lebt aber völlig enthaltsam; jene tun dies, um einen vergänglichen, wir aber, um einen unvergänglichen Siegeskranz zu gewinnen" (I Kor. 9:25).

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